Siegfried Seeger: Schule neu denken.

Die Fondation Robert Krieps veranstaltet am Mittwoch, den 9. Mai 2012 um 18.30 Uhr im Saal Robert Krieps im Centre culturel et de rencontre der Abtei Neumünster eine Konferenz von Siegfried Seeger zum Thema „Die Schule neu denken. Anmerkungen zur Schulreform und zum Umgang damit.“

Siegfried Seeger ist freier Bildungsreferent für Gesundheitsförderung und Schulentwicklung und wird von Ministerien und Schulen bei innovativen Projekten als Berater herangezogen. Auch in Luxemburg ist er als solcher seit 15 Jahren tätig. Er begleitet gegenwärtig die 15 Pilotschulen, die in Luxemburg seit 2010 einzelne Reformelemente in der Praxis testen. Er ist ein resoluter Verfechter von neuen Wegen in der Bildung. Eine Kontroverse löste er mit seinen Aussagen über die ablehnende Haltung der Lehrer zur geplanten Reform im Sekundarunterricht in einem Interview im „Luxemburger Wort“ vom 7. Februar 2012 aus.

Die Fondation Robert Krieps möchte mit der Veranstaltung am 9. Mai 2012 die Gelegenheit zu einer sachlichen Diskussion über Ziele und Wege der Reform im Sekundarunterricht geben.

Der Eintritt ist frei. Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten. Es wird auf Anfrage eine Übersetzung vom Deutschen ins Französische angeboten.

Siegrfried Seeger:

« Der aktuellen Auseinandersetzung um die Schulreformen in Luxemburg mangelt es nicht an Engagement und Debatten, aber an Dialogen. Es werden Argumente im Pro und Contra über alle Medienkanäle verbreitet, die jedoch keine Kraft für einen echten Diskurs über die Zukunft des Luxemburger Schulwesens entfalten: der ministeriellen Reformfreude auf der einen Seite steht ein notorisches Beharren am Status Quo auf der anderen Seite scheinbar unversöhnlich gegenüber.

Was fehlt ist eine Bereitschaft, sich mit den hinter den diversen Argumenten verborgenen unterschiedlichen Vorstellungen und Konzepten des Lehrens und Lernens, den divergierenden Modellen von Erziehung und Bildung oder den Entwürfen einer Schule der Zukunft kritisch auseinanderzusetzen.

Vor diesem Hintergrund will der Vortrag zunächst einen Blick hinter die Kulissen der argumentativen Bühnen wagen, um darauf aufbauend drei zentrale Herausforderungen zu skizzieren, in denen Ansätze zu finden sind, die Schulen neu zu denken. In Form eines Ausblicks werden mögliche Strategien der De-Eskalation aufgezeigt, die aus der oben skizzierten aktuellen Lage der unfruchtbaren Konfrontation herausführen und in lösungsorientierte Dialoge münden könnten. »

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